Umsatz Verlage Deutschland: Steigern durch gebrauchte Bücher?

Umsatz Verlage Deutschland: Der deutsche Buchmarkt vermeldet, dass er 2025 Gegenwind spürte. Die Menschen wiegen ab, ob sie in ein Buch oder doch in etwas anderes investieren. Ein Grund dafür könnte die sinkende Kaufkraft sein. Alles ist teurer. Wir müssen mit unseren Finanzen haushalten. Viele neigen dazu, sich ein Buch gebraucht zu kaufen. Denn Bücher sind eine Art Investition. Ein gutes Buch, sauber, ohne Eselsohren, verkauft sich wunderbar.

Nach zwei Jahren Wachstum konnte der deutsche Buchmarkt 2025 nicht an diese Entwicklung anknüpfen. Aber Umsätze sind nicht alles. Eines ist sicher, das Buch genießt allen Unken zum Trotz einen guten Ruf. Lesen kommt nicht aus der Mode. Bestimmte Genres entwickeln sich stabil und die Belletristik bleibt das Zugpferd des deutschen Buchhandels.

Zahlen und Fakten für das Jahr 2025

Erste Zahlen zum Buchmarkt 2025 zeigen, dass der Umsatz in wichtigen Vertriebswegen gegenüber 2024 um 2,9 Prozent gesunken ist. Dazu zählen der stationäre Sortimentsbuchhandel, der E-Commerce Buchhandel inklusive Amazon, der Bahnhofsbuchhandel, Kauf- und Warenhäuser sowie weitere Verkaufsstellen. Die Jahre davor waren noch positiv: 2024 lag der Markt im Plus, 2023 ebenfalls. Interessant ist der Blick über einen längeren Zeitraum: Im Vergleich zu 2022 liegt der Umsatz in diesen zentralen Kanälen dennoch leicht höher.

Die Buchhandlung, der Ort des Geschehens

Schaut man nur auf Buchhandlungen vor Ort, denkst du vielleicht: Moment, hier ist ja was los! Trotzdem: Insgesamt greifen weniger Menschen ins Regal, vor allem in Sachen Spontankauf. Und genau davon lebt der klassische Buchhandel eigentlich.

In Städten wie München ist das besonders sichtbar. Der Buchhandel München liebt seine Laufkundschaft. Hier gibt es viele kulturelle Veranstaltungen und ein Publikum, das Bücher liebt. Andererseits stehen Buchhandlungen unter starkem Kostendruck, weil Mieten, Personal und allgemeine Betriebskosten hoch sind. Wer eine Buchhandlung München besucht, merkt: Die Menschen kommen, stöbern, lassen sich beraten, kaufen aber häufiger gezielter und weniger „einfach so“.

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E-Commerce Buchhandel: Bequemlichkeit bleibt, der Preisdruck steigt

Der Onlineverkauf ist ein fester Bestandteil des Buchmarktes. Der E-Commerce Buchhandel macht es Leserinnen und Lesern leicht, schnell zu finden, zu vergleichen und sofort zu bestellen. Für den Markt hat das zwei Seiten. Online sorgt für Reichweite und Verfügbarkeit, verstärkt aber auch den Wettbewerb und den Preisdruck. Gleichzeitig kämpfen viele Akteure in der Branche mit steigenden Kosten, zusätzlichem Aufwand und logistischen Herausforderungen. Wenn die Kaufzurückhaltung dann noch dazukommt, wird die Lage für viele Unternehmen schnell eng.

Belletristik ist top stark

Trotz des Rückgangs im Gesamtumsatz zeigt sich bei den Buch Trends 2025 ein deutliches Muster: Belletristik wächst weiter. Der Bereich legt gegenüber dem Vorjahr zu und steht im Vergleich zu 2022 sogar deutlich besser da. Besonders das Interesse junger Menschen, unter anderem an New-Adult-Titeln, wirkt als Treiber.

Andere Warengruppen haben es schwerer. Kinder- und Jugendbuch, Sachbuch und Ratgeber liegen unter dem Vorjahr. Das passt zur allgemeinen Stimmung: Wenn Menschen sparen, kaufen sie weniger „zusätzliche“ Titel und entscheiden sich häufiger für Unterhaltung, die sie wirklich packt, statt für Themen, die eher als Pflicht oder Optimierungsprojekt wahrgenommen werden.

Was die Entwicklung für Verlage bedeutet

Wenn im Buchhandel weniger verkauft wird, trifft das über kurz oder lang auch die Verlage. Der umsatz verlage deutschland hängt zwar von vielen Faktoren ab, aber am Ende ist die Nachfrage der Motor. Weniger Verkäufe bedeuten vorsichtigere Auflagen, zurückhaltendere Programme und mehr Risiko in der Planung.

Dazu kommt: Wenn Kosten steigen, wird jeder Prozentpunkt Umsatzverlust spürbarer. Viele Verlage und Handelsunternehmen stehen also nicht nur vor der Frage, wie sie mehr verkaufen, sondern wie sie in einem angespannten Umfeld stabil bleiben, ohne Qualität, Vielfalt und Mut zu verlieren.

Menschen verkaufen Bücher gebraucht: Ein unterschätzter Hebel für mehr Buchkäufe?

Wenn Bücher für uns zu teuer sind, ist Secondhand längst keine Nische mehr. Ich selbst stöbere auch gern in gebrauchten Büchern. Und genau hier steckt ein interessanter Gedanke: Der Wiederverkauf kann den Kauf neuer Bücher indirekt erleichtern. Wieso?

Wenn ich weiß, dass ich ein Buch nach dem Lesen gut weiterverkaufen kann, fühlt sich der Kauf weniger endgültig an. Es wird eher zu einer Investition in Lesezeit. Das kann dazu führen, dass Menschen häufiger Bücher kaufen, auch neu, weil sie den Restwert im Hinterkopf haben.

Also denk‘ drüber nach, wenn du vor dem Bücherregal stehst.

Ich behalte meine Bücher lieber, aber kaufe gern gebraucht, denn meine Interessen sind größer als mein Budget.

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Welche Möglichkeiten es gibt, Bücher gebraucht zu verkaufen

Online Ankauf und Wiederverkauf
Es gibt Plattformen, die Bücher direkt ankaufen, oft über die ISBN. Du bekommst ein Angebot, verschickst die Bücher und erhältst eine Auszahlung. Daneben gibt es Marktplätze, auf denen du selbst anbietest und Preis sowie Versand steuerst.

Kleinanzeigen und lokale Gruppen
Regionale Kleinanzeigenportale oder lokale Gruppen funktionieren gut, wenn du Versand vermeiden willst. Das lohnt sich besonders bei Büchern, die in deiner Region schnell gefragt sind, etwa aktuelle Bestseller oder Kinderbücher.

Secondhand-Buchläden und Antiquariate
In vielen Städten kann man Bücher direkt abgeben oder in Kommission geben. Das ist bequem, bringt nicht immer den höchsten Preis, ist aber unkompliziert und nachhaltig.

Flohmarkt, Basare, Tauschformate
Bücherbasare, Flohmärkte, Schulaktionen oder Tauschregale sind perfekt für größere Mengen oder für Bücher, bei denen es eher um Weitergeben als um Gewinn geht.

Wichtig für den Wiederverkauf ist vor allem der Zustand: saubere Seiten, keine starken Markierungen, kein Wasserschaden, keine Gerüche. Dann steigt die Chance, dass der Verkauf von Büchern gut klappt.

Wie Secondhand den Buchmarkt ankurbeln kann

Secondhand ersetzt nicht automatisch den Kauf neuer Titel. Aber es senkt die Einstiegshürde. Wer gebraucht kauft, bleibt im Lesekreislauf. Wer gebraucht verkauft, schafft sich Budget für Neues. Viele Leserinnen und Leser gehen genau so vor: Sie kaufen einen Titel neu, lesen ihn, verkaufen ihn wieder und investieren das Geld in den nächsten Band.

Das kann gerade in Zeiten von Kaufzurückhaltung ein sinnvoller Tipp sein. Er ist realistisch, alltagstauglich und nimmt den Druck aus dem Buchkauf. Und er kann auch lokalen Buchhandlungen helfen, indirekt. Wer wieder mehr liest, stöbert wieder häufiger, entdeckt Autorinnen, besucht Veranstaltungen, kauft Geschenke. Besonders in einer Stadt wie München kann das die Bindung an den Buchhandel stärken, weil Buchhandlungen hier oft kulturelle Orte sind, nicht nur Verkaufsflächen.