Work and love

Ich bin Mama. Seit 2018. Mit der Geburt meiner Tochter veränderte sich mein gesamtes Leben. Ja – das sagen alle Mütter. Logisch. Plötzlich stehst du an zweiter Stelle. Aus Liebe. Mit Liebe.

Für mich brachte das Jahr 2018 enorme Veränderungen. Denn ich bin eine Working Mum trotz Geburt, Stillen, Windelwechseln und in den Schlaf wiegen. Ich bin eine selbstständige Mama und konnte ich mich nur die ersten sechs Wochen aus der Arbeit ziehen.

Wie immer spielt das Geld eine Rolle. Und sind wir ehrlich, als frische Mamas und Papas wollen wir, dass es unseren Engeln an nichts fehlt und wir in der ersten Zeit nicht jeden Cent umdrehen müssen. Wir wollen verwöhnen, verwöhnt werden und diese kuschelige, aufregende Zeit genießen.

Working Mum

Das erste Jahr ist das intensivste. Das weiß ich. Eine besondere Zeit, die Mamas und auch Papas genießen sollen. Habe ich. Nur in den Schlafphasen meiner Tochter habe ich mich an den PC oder an das Telefon gesetzt. Manchmal lag meine Kleine dabei auf meinem Arm und schlummerte. Manchmal stand ich noch minutenlang neben dem Bettchen und starrte auf das winzige Menschlein. Ich glaube bis heute nicht, dass meine Tochter in mir heranwuchs. Es ist so unvorstellbar, dieses Wunder Mensch.

Ich weiß, es gibt Frauen, die sagen, nutz die Zeit, wenn dein Baby schläft und schlafe selbst. Habe ich probiert. Hat nicht geklappt. Ich bin nicht eingeschlafen. In meinem Kopf drehte sich das Gedankenkarussell. Eine Zeit lang machte ich stattdessen zehn Minuten Mediation. Das war nach circa drei Monaten. Ich hatte das erste körperliche Tief. In Deutschland herrschten Dauerhochtemperaturen und meine Tochter wollte stündlich an die Brust. Die Mediation nach HEADSPACE half mir, Körper und Kopf gleichermaßen zu entlasten und zu entspannen. Nach den zehn Minuten war ich erholter als nach zwanzig Minuten Schlaf.

SCHREIBEN & LESEN – UND WANN?

In dem ersten Jahr hat sich noch etwas verändert. Zeit. Sie vergeht doppelt so schnell. Egal, was ich tue. Stille. Essen mache. Wasche. Schlafe. Aufräume. Schreibe. Apropos. Schreiben. Früher jeden Tag mindestens eine Stunde, schreibe ich heute 10 Minuten und das nicht mal jeden Tag. Genauso sieht es mit dem Lesen aus. Ich vermisse beides sehr. Aber ich muss noch etwas mit meinen Kräften haushalten. Zuerst meine Tochter, dann die Arbeit und der Haushalt und dann Nichtstun. Working Mum braucht Pause.

Gerade richten wir das Kinderzimmer für unseren Schatz ein. Es ist ein Meilenstein, denn inzwischen mit eineinhalb Jahren ist das Baby zu einem kleinen Mädchen herangewachsen, dass schon erste Wünsche und Vorlieben hat. Inzwischen muss ich, wenn meine Tochter spielt, nicht immer daneben sitzen und aktiv mit ihr spielen. Sie beschäftigt sich auch mal gern allein und kommt zu mir, wenn sie Lust hat, wieder mit mir oder Papa zu spielen, in der Hand ein Auto oder die Stifte und im Gesicht ein breites Lächeln.

ENTSPANNTE MAMA

Heute verlasse ich als Working Mum meinen Platz vor dem PC oder lege den Hörer des Telefons ohne schlechtes Gewissen auf. In der ersten Zeit bereute ich es, nicht jede mögliche Sekunde für die Arbeit genutzt zu haben. Heute bin ich entspannter. Das Leben mit einem Kind hat sich eingespielt. Die Geschäfte laufen trotz weniger Arbeit gut, sodass ich entspannter bin und entspannter damit umgehen kann. Natürlich gibt es immer wieder diese Momente, in denen ich das Gefühl habe, ich sei mit allem völlig überfordert. Aber die verfliegen wie die Wolken am Himmel und am Ende des Tages strahlt über mir ein königliches Blau und die Sonne lacht mir ins Gesicht.

Trotz allem war und bin ich immer für meine Tochter da. Wir nutzen die gemeinsamen Zeiten ausgiebig, auch wenn es nur Kuscheln auf dem Bett ist. Die kleinen Momente machen unser Leben aus. Die Stillen. Die Innigen. Sie sind die Wunder, die das Leben so kostbar machen.

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